ARTWORK HANOVER


Title: Floating Mushrooms on Tour
Artist: Studer / van den Berg (CHE)
Placement: Kestner Gesellschaft, 
Hannover, Germany

Abgeleitet von einem sich ständig entwickelnden Internet- und öffentlichen Kunstprojekt mit dem Titel “A Band of Floating Mushrooms” begann 2011 das Künstlerduo Studer / van den Berg mit dem Kunstwerk „Mushrooms on Tour“, bestehend aus einer Reihe polygonaler Pilzmodelle. Diese Modelle bestehen aus Gruppen verschiedener Pilzformen, die an unerwarteten Orten auftauchen. Sie stehen als Metapher für die Veränderung des Gleichgewichts zwischen privaten und öffentlichen Räumen, die sich in ihren physischen und digitalen Manifestationen wandeln. Die Musik, die jede der Gruppen oder „bands“ von Pilzen begleitet, besteht aus gesammelten Soundclips, die zusammengeschnitten und in Echtzeit zum Betrachter gestreamt werden. Die Version dieser Arbeit, die für die Virtuale Switzerland erstellt wurde, stellt einige neue Gruppen von Pilzen vor, die einen aufgenommenen Stream von ihren letzten Gigs aus dem Hier und Jetzt der Internet-Welt wiedergeben werden. Ein vergleichbares Szenario ist für Hannover am Raschplatz geplant.   

Derived from an ever developing Internet and public art project titled “A Band of Floating Mushrooms” started in 2011, the artwork “Mushrooms on Tour” is a derivative work consisting of a series of polygonal models of mushrooms. These models consist of groups of diverse mushroom forms which pop up at unexpected locations. They stand as a metaphor of the change of balance between private and public spaces, which are undergoing a metamorphoses in both their physical and digital manifestations. The music that accompanies each of the groups, or “bands” of mushrooms consists of collected sound clips assembled and streamed to the viewer in real-time. The version of this work created for the Virtuale Switzerland, introduces several new groups of mushrooms, which will be performing a recorded stream from their last gigs from the here and there of the Internet world. A comparable scenario is planned for Hanover on Raschplatz.

Title: We AR Butteflies*
Artist:
Arthur Clay with The Curiously Minded (INT)

Placement: Opernplatz, Hannover, Germany

Kinder sind ebenso wie Schmetterlinge kraftvolle Sinnbilder des Lebens. Beide in einem Kunstwerk zusammenzubringen, schafft nicht nur eine einzigartige Kombination von Motiven, sondern bringt auch die Zuschauer in fröhliche und unbeschwerte Stimmung. In den Flügeln der einzeln oder in Gruppen um den Betrachter flatternden Schmetterlinge ent- deckt man Ausschnitte oder ganze Gesichter von Kindern zwischen den Farbmustern. Das Augmented-Reality-Projekt “We AR Butterflies” ist nicht nur ein Kunstwerk, es ist auch eines, das von Kindern mitgestaltet wird. Es ist das Ergebnis eines praktischen Workshops für Kinder jeden Alters, in dem sie lernen können, sich zu transformieren. Dabei wandeln sie in einem Prozess der kreativen Metamorphose ihr Selbstportrait-Selfie zu bunten Schmetterlingen mittels Post-Its, eines Smartphones und etwas Computermagie.

The work is the result of a creative workshop where participants decorated their faces with post-its in to make selfes that to be used as textures on butterfly wings. The prepared Selfies  combine  uniquely into an artwork that celebrates a feeling for life, because viewing the work brings all into joyful and carefree mood and as they see people as free and as beautiful as butterlfies flying around without cares. However, the “We AR Butterflies” is not only an artwork for children, all are welcome to particpate. The artwork  is the results of a hands on workshop for children of any ages (including adults), which teaches all to transform themselves using a process of creative metamorphosis into colourful butterflies with using post-its, a mobile phone and some computer magic. The work features butterflies created in several countries in the world and which swarm together peacefully as one.

 

Title: Ecce Homo
Artist: Ingo Lie (DEU)
Placement: Am MarkteHannover, Germany

 

Der Titel dieses von der Virtuale Swizerland für den Hannoverschen Künstler Ingo Lie realisierten AR- Werks “Ecce Homo” bezieht sich auf den biblisch verbrieften Ausruf des römischen Stadthalters Pontius Pilatus “siehe, ein Mensch”. Vor dem Hintergrund der Kirche scheinbar schwebend, erscheint im Display das nakte Selbstbildnis des Künstlers, aufgeteilt auf acht zu einem dreidimensionalen Kreuz angeordneten Kuben und durchzogen von roten und blauen Linien. Das Liniensystem, als Teil eines von Lie oft eingesetzten farbtheoretischen und kosmologischen Konzepts, verweist auf die Verbundenheit des Menschen mit der umgebenden Welt, seine geometrische Aufsplitterung in Kreuzform auf den zunehmenden Verlust ganzheitlicher Selbstwahrnehmung im digitalen Zeitalter. Dazu sagt der Künstler selbst: “Alles, was ist, war und nichts wird so sein, wie es war. Alles, was war, wird lange erscheinen, und diese Erscheinung wird zum neuen Wesen. Ist der Mensch nicht schon das Produkt seiner Phantasie geworden mit der Absicht, weniger von sich selbst und mehr von der Phantasie zu erkennen und zu verwirklichen?” Ecce Simulatio!  

The title of this “Ecce Homo” AR work realized by the Virtuale Swizerland for the Hannoverian artist Ingo Lie. It refers to the biblically proclaimed exclamation of the Roman governor Pontius Pilatus “behold, a man” at his presentation of Christ to the people.  Floating as an apparition above church ruins, is  artist’s self-portrait, divided into eight cubes arranged into a three-dimensional cross and traversed by red and blue lines. The line system, as part of a color-theoretical and cosmological concept often used by Lie, refers to the interconnectedness of man with the surrounding world, and the  geometric fragmentation of into a cruciform shape depicts  the increasing loss of holistic self-perception in the digital age. In regard to the symbology of the wor, the artist has said: “Everything that is, was and nothing will be, as it was. Everything that was, will remain to appear, and that appearance will become the new being. Has man not already become the product of his imagination with the intention of recognizing and realizing less of himself and more of the imagination?” Ecce Simulatio!


Title: The Coming of the Tralfamadorians*
Artist: Arthur Clay with The Curiously Minded (INT)
Placement: Platz der Weltausstellung, Hannover, Germany

 



Tralfamadorianer – eine fiktive außerirdische Rasse, die in mehreren Romanen von Kurt Vonnegut – haben die Fähigkeit, die Realität in vier Dimensionen zu erfahren; das bedeutet ungefähr, dass sie vollständigen Zugang zu Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft haben und jeden beliebigen Zeitpunkt nach Belieben wahrnehmen können.
 Das von der Schweizer Künstlergruppe The Curiously Minded entwickelte AR-Werk “Die Ankunft der Tralfamadorians” basiert auf eben dieser Vorstellung der Parallelität von Zukünf- tigem, Gegenwärtigem und Vergangenem auf einem Ereignishorizont an der Schnittstelle zwischen Smartphone-Display und dem Platz der Weltausstellung. In seiner Essenz ist das Werk eine Installation, die eine virtuelle Umgebung schafft, in der ein Betrachter Zeitlosigkeit erfährt und das Gefühl für einen Ort entwickeln kann, an dem er in die Gegenwart eingreift und diese gleichzeitig überschreiten kann. Eine Vielzahl zukünftiger, möglicher Ereignisse inform driftender Ob- jekte, die an außerirdische Besucher erinnern, erscheinen und vergehen durch eine endlose Schleife von Tag und Nacht, modulieren zwi- schen weit und nah, begleitet von sphärischen Klängen. Der Spiegel des 21. Jahrhunderts – das Smartphone – macht sie sichtbar, mit der Drehung um die eigene Körperachse.


Tralfamadorians are a fictional alien race, that appear in several novels by Kurt Vonnegut. They have the ability to experience reality in four dimensions,  meaning that they have full access to the past, present and future, and this allows them to  do whatever they want at any time
.
The AR work “The Arrival of the Tralfamadorians”, developed by the Swiss artist group The Curiously Minded, is based on Vonegut-s idea of the possibility of a parallelism between the future, the present, and the past, which is artistically interprted by the artists at the interface between the smartphone display and Platz der Weltausstellung  Essentially, the work is an installation that creates a virtual environment in which a viewer can experience timelessness and develop a sense of place, where he can intervene and transcend the present. Flying objects reminiscent of unearthly visitors  come and go through an infinite loop of day and night, modulating between  far and near and made viewable by the looking glass of the 21st century – the smart phone. 

Title: This is Not Clay
Artist: Jake Hempson (AUS)
Placement: Maschteich, Hannover, Germany
Direct phone link: layar://thisisnotcla4ovk 

 

Das Werk ist in Form einer skulpturalen Büste eines Unbekannten. Der Ansatz, um es zu erstellen wird am besten als etwas beschriebendas das Ergebnis von ein bisschen Spaß mit AR- und CG-Medium ist. Diese Büste wurde ursprünglich in traditioneller Weise mit Ton modelliert und dann mithilfe von photogrammetrischen Techniken erfasst und in die nicht taktile Welt des Digitalen umgewandelt. Im Prozess der Bekehrung wurde das Objekt zerbrochen was in vielen Fällen etwas Interessanteres hervorbrachte und sowohl in der realen als auch in der virtuellen Welt sein eigenes Leben und seine eigene Geschichte hat. Diese Art von Kunst ist zum Teil die künstlerische Signiatur und spiegelt sein Interesse daran wider”gefundene Kunst” in das Medium der digitalen Skulptur zu übersetzenwo das Objekt digital neuinterpretiert wirdindem die Formen mit tels Voxel und polygonalen Bildhauerwerkzeugen neu kombiniert werden

The work is in the form of a sculptural bust of a unknown. The approach to creating it is best described as something that is the result of having a bit of fun with AR and CG medium.  This bust was originally modeled in a tradiontal manner  using clay and then using photogrammetry techniques to capture and convert it into the non-tactile world of the digital. In the process of conversion, the object became broken, bringing about in many cases something that is more interesting and has its own life and history in both the real and the virtual world.  This type of art is in part the artist signiature and reflects his interest in translating  ‘found art’ into the medium of digital sculpture, where the object is reinterpreted digitally by recombining the forms using voxel and polygonal based sculpting tools.

Title: Crystal Coffin
Artist: Lily & Honglei (CHN)
Placement: TrammplatzHannover, Germany

„Crystal Coffin“ ist der Titel des chinesischen Künstlerduos Lily & Honglei für einen virtuell vor dem neuen Rathaus platzierten, begehbaren Pavillon mit dem Kristallsarg Maos. „Crystal Coffin“ ist inspiriert von dem Kristallsarg, der seit 1977, einem Jahr nach Maos Tod, auf dem Platz des Himmlischen Friedens im Mausoleum von Mao Zedong ausgestellt ist. Dazu schreiben die Künstler selbst: „Während China sich im 21. Jahrhundert in vielerlei Hinsicht in eine moderne Gesellschaft verwandelt hat und auf der ganzen Welt wirtschaftlich und politisch mehr Einfluss gewinnt, existiert Maos Kristallsarg, die unsterblich wirkende Hülle, immer noch als Symbol eines autoritären Herrschaftssystems. Im Frühjahr 2011 hat ein hartes Durchgreifen gegen Andersdenkende – einschließlich der Inhaftierung vieler Intellektueller und Angehöriger religiöser Gruppen – gefolgt von deutlichen Anzeichen einer Wiederbelebung der maoistischen Politik, dazu geführt, dass die Menschen über die zukünftige Ausrichtung Chinas verblüfft sind. Wir verwenden daher den Kristallsarg von Mao als Hauptbestandteil des virtuellen „China Pavillons“, der mit einem Turm und einem Dach im alten Stil gekrönt ist, wie vom chinesischen Bauministerium vorgeschrieben: architektonische Designs müssen traditionelle chinesische Baustile widerspiegeln“. Wird hier am Rathaus ein Symbol des autoritären Herrschaftssystems importiert oder ausgelagert? Werden wir eher Besucher- oder Pilgerströme erwarten dürfen? 

“Crystal Coffin” is the title of the Chinese artist duo Lily & Honglei created as a walk-in pavilion based on Moa’s Crystal, which is virtually placed in front of the new town hall. The creation of the “Crystal Coffin” was inspired by the object of the same name that which has been on exhibiton since his passing on Tiananmen Square. As the artists themselves write: “While China has in many ways transformed into a modern society in the 21st century and is gaining more economic and political influence around the world, Mao’s crystal coffin, the immortal-looking shell, still exists as a symbol of an authoritarianism system of rule. In the spring of 2011, cracking down on dissent – including the imprisonment of many intellectuals and members of religious groups – followed by clear signs of a revival of Maoist policies has stunned people about China’s future direction. We therefore use the crystal coffin of Mao as the main component of the virtual “China Pavilion” crowned with a tower and an old-style roof, as mandated by the Chinese Ministry of Construction: architectural designs must reflect traditional Chinese architectural styles. “ In the end, the work poses the question to the viewer as to whether it is a symbol indicative of  the exportation  of an authoritarian system manifesting at Hannover-s town hall. 

 

Title: iLIFE
Artist: Regina Frank (DEU)
Placement: Maschteich
Hannover, Germany

The artist Regina Frank combines in this work a strong connection to digital photography and the associated selfie phenomenon. In an ironic way, she questions the phenomena of “mobile photography”. In the AR context, their installation iLAND, like iLIFE, is also virtually present in Sickness in Health, which is currently shown in its real form in the exhibition Eco Visionaries at the MAAT (Museum of Art Architecture and Technology).

Regina Frank bezieht sich in ihrer Performance auf die digitale Fotografie und das Selfie Phänomen und hinterfragt die “mobile Fotografie” auf ironische Weise indem sie AR (Augmented Reality) Elemente verwendet. In diesem Zusammenhang ist auch ihre Installation iLAND in Sickness in Health virtuell präsent, die sie momentan im MAAT (Museum für Kunst Architektur und Technologie) in der Ausstellung Eco Visionaries ausgestellt hat.



Title: Ascension of Cod 2
Artist: Will Pappenheimer (USA)
Placement:Kroepke Square, Hannover, Germany

 

 

Der Massachusetts Bay Dorsch und der Atlantic Kabeljau (Gadus morhua), waren so reichlich, dass sie das Kennzeichen der Fischerei und des Handels in New England wurden.  Bis vor kurzem: Eine wissenschaftliche Untersuchung der NOAA von 2014 ergab, dass bis zu 80% der Kabeljaus-Bestände, entweder gefischt, oder unter den Auswirkungen der Erwärmung der Ozeane g elitten haben. Der Film Discovery Channel “Sacred Cod – der heilige Kabeljau” dokumentiert den Kampf zwischen dem Lebensunterhalt des Kutterfischers und dem wissenschaftlichen Hintergrund der Fischereiverordnung. “Ascension of Cod – Die Himmelfahr des Kabeljaus”, prämiert als AR-Projekt am Kröpke um die in Anmutung einer Fischreuse am Platz verspannte Lichtskulptur herum. Das Werk erzeugt einen Kabeljauschwarm um den Betrachter, der sich nach oben in einer Spirale himmelwärts bewegt. Der Schwarm ist eine Homage an die Ehrfurcht vor dem Leben und gleichzeitig eine Abschiedsvision dieser Spezies, die uns so gut genährt hat. 

In its early days Salem Merchant trade specialized in the export of cod fish to bring home molasses, oranges, iron, salt and wines. Massachusetts Bay cod, the Atlantic Cod or Gadus morhua, were so plentiful that they became the hallmark of New England fisheries and trade. Up until recently. A 2014 NOAA scientific survey revealed that up to 80% of the cod have been either fished or suffered from the effects of warming oceans. A recent Discovery Channel film, “Sacred Cod,” documents the struggle between the cod fisherman’s livelihood and science behind the fisheries’ regulation. “Ascension of Cod,” premiering for this exhibition, suggests the shared hallowed role that the species plays in these two perspectives. This work augmented reality work creates a school of virtual cod swimming upwards in a column around and above as if in an ascension to the heavens. It is in some sense both a reverence and farewell vision of the species that has fed us so well.

 

Title: The Information Virus (Notitiaviridae internets)
Artist: Warren Armstrong (AUS)
Placement: Kurt Schwitters Platz, and other places in the city

Als Folge des ständigen Stromes abgekürzter Informationen, die auf uns einwirken, behaupten einige, dass das Internet unsere Fähigkeit zerstört, umfangreichere Informationen wie Romane oder Opern zu verarbeiten. Wenn das zutrifft, müsste man dies als Krankheit klassifizieren. Jedoch nur als eine latente Toxoplasmose, die aber auch positive Nebenwirkungen haben kann (z. B. verstärkte unmittelbare Verbindung mit dem Wissen und den Welten anderer). Wenn es aber eine Krankheit ist, wie wird diese dann übertragen? Gibt es einen Organismus der verantwortlich ist? Vielleicht, ist dieser im Lachen der verschickten Emojis versteckt? Der Informations-Virus ist eine Augmented-Reality-Arbeit, die auf einem kommerziellen 3D-Modell eines Adenovirus beruht. Sequenzen von frei im Internet verfügbaren Bildern (Public-Domain), die z.B. aus Wikimedia Commons stammen, blitzen über seine Oberflächen und hauchen ihm “Leben” ein. Zuschauer können sich der Arbeit nähern und mit ihr interagieren (indem sie das Virusabbild auf ihrem Smartphone-Display antippen und dann auf die Schaltfläche “Anhören” klicken). Dadurch werden sie mit einem kurzen, zufälligen Public-Domain-Audioversand aus den verschiedenen Quellen belohnt. Warnung: stecken Sie sich nicht an!

As a result of the constant stream of abbreviated information it fires at us, some are claiming that the Internet is destroying our ability to process long-form data like novels and opera. If so, it deserves to be classified as a disease, but one, like latent toxoplasmosis, which may actually have positive side effects in certain cases (eg increased immediate connection with the knowledge and worlds of others). But if it is a disease, what is its vector of transmission? Is there an organism responsible; incubated perhaps in the faeces of LOLcats? The Information Virus is an augmented reality work based around a re-purposed commercial 3D model of an adenovirus. Sequences of public domain images randomly sourced from Wikimedia Commons flash across its surfaces, giving it “life”. Onlookers can approach and interact with the work (by taping on the virus’s label then pressing the “Listen” button) and are rewarded with a brief random public domain audio dispatch from the past sourced diverse and appropriate channels. Warning: All necessary precautions were taken when manifesting the Information Virus. Risks of new forms of infection resulting from close virtual contact should thus be considered minimal.)

 

Title: Unterwegs zu Phoebe
Artist: Virtuale Switzerland
 with Harro Schmidt (DEU)
Placement: Kunstverein Hannover, Hannover, Germany

Phobius

 “Unterwegs zu Phoebe” ist der Titel des von der Virtuale Swizerland für den Hannoverschen Künstler Harro Schmidt realisierten AR-Werks. Die Arbeit verweist auf die Komplexität, Vielfältigkeit und den naturwissenschaftlichen Hintergrund von Schmidts künstlerischem Schaffen und zeugt von seinem Interesse, Grenzen zu erweitern und neue Potentiale zu erkunden. Gleichzeitig zitiert das Werk in subtiler Weise frühere Arbeiten. So kreuzen im virtuellen All verschiedene von Schmidt entwickelte, anschließend in 3-D animierte Objekte, die an Molekularstrukturen ebenso wie an Raumschiffe erinnern, die hypothetische Flug- bahn des Jupitermondes Phoebe. Die smarte Objektsuche ist unterlegt mit einem Soundtrack, der durch Andreas Eschbachs Roman „Exponentialdrift“ inspiriert ist. Die Arbeit verbindet Genres und erschließt sich durch Kopplung des Realen mit Augmented Reality Technologie neue Dimensionen. 

“On the way to Phoebe” is the title of the AR-work realized by the Virtuale Swizerland for the Hannoverian artist Harro Schmidt. The work refers to the complexity, diversity and scientific background of Schmidt’s artistic work and testifies to his interest in expanding borders and exploring new potentials. At the same time, the work subtly quotes earlier works. In virtual space, for example, different objects developed by Schmidt and subsequently animated in 3-D, reminiscent of both molecular structures and spaceships, cross the hypothetical orbital path of the Jupiter moon Phoebe. The free floating, spatial collage is underlaid with a soundtrack that is inspired by Andreas Eschbach’s novel “Exponentialdrift”. In its essense, the work connects diverse genres and at the same time opens up new dimensions of artistic expression by combining the real with augmented reality technology.

 

Title: Portal Garden
Artist: 
Virtuale Switzerland (CHE) with Yasuyuki Saegusa (JAP)
Placement: der Georgstrasse entlang,  Hannover, Germany

„Portal Garden“ entstand aus einer Umwandlung grafischer Vorlagen Y. Saegusas in AR- Technik durch Arthur Clay. Ausgangspunkt waren Plakat- drucke zum japanischen Butoh-Tanz und ihre digitale Verarbeitung zu Lampion— Motiven. Die Lampions versinnbild- lichen die Seelen von Butoh Tänzern. Der Butoh Tanz kennt keinen Sprung, keine Drehung in der Luft wie das klassische Ballett oder der moderne Tanz. Der Butoh Tanz geschieht langsam, zeitlupenhaft. Ruhe und Stille sind Teil seines Ausdrucks, sowie die Gemütslage seines Herzens. Zwischen dem Kröpke- und Steintorplatz schweben für den Smartphone/Tablet-Nutzer längs der Georgstraße zahlreiche Lampions, die besonders in den Abendstunden Ihr magisches Leuchten entfalten. Interaktion mit dem User: durch das Anvisieren eines einzelnen Lampions lässt sich dieser „Himmel-wärts“ lenken. Dazu der Künstler: „Wenn ein Lampion davonfliegt, fliegt seine Seele vom Ausgangspunkt in die Welt hinaus. Portal Garden ist eine Hommage an die verstorbenen Butoh Tänzerseelen“.

“Portal Garden” was the result of a transformation of Y. Saegusa’s graphic templates into a new work using AR technique by Virtuale Switzerland. The starting point was a series poster prints of Japanese Butoh dance and its digital processing into skin textures for floating lantern. The artists hopes to express throuhg the work, that “Butoh dance knows no jump, no spin in the air like the classical ballet or the modern dance, but happens slowly, slow motion like the depating of souls”. Calm and silence are part of the expression of Butoh, as well as the mood of the performenräs heart. The lanterns are viewable using a  mobile device as they hover above the Georgstraße between the Kröpke and Steintorplatz, unfolding their magical glow, especially in the evenings. By focusing the phone at a single lantern, the viewer can steer the”skyward”. The artist says: “When a lantern flies away, its soul flies from the starting point into the world. Portal Garden is a tribute to the deceased Butoh dancer souls “.


Titel: Vision / Tunnel
Artist:
Franziska Furter
P
lacement: Herrenhaeuser Allee

Tunnel, Screen Shot

 

Durch einen Prozess der Replikation, der Erweiterung und der Modifizierung, einer zweidimensionalen Zeichnung wurde ein dreidimensionales Objekt aus einer gezeichneten Bildwelt erstellt.  Organische Strukturen und kosmische Darstellung sind mit einer Mehrdeutigkeit der aggressiven Optik und extremen Fragilität im Spiel. Da sich Dimensionen verlagern und die Zeit sich ausdehnt und implodiert, bilden sich im seltsamen künstlichen Beleuchtungslicht Abgüsse von schwarzen Schatten.

Through a process of replicating, enlarging, and modifying, a two dimensional drawings is developed by referencing of drawn imageries. Organic structures and cosmic representation play with an ambiguity of aggressive appearance and extreme fragility as sizes shift and time expands and implodes in a strange artificial, illuminating light casts of black shadows.